Spannung und Veränderungen beim Oktoberfest 2023: Neue Attraktionen und verbesserte medizinische Versorgung

Das Oktoberfest in München verspricht auch in diesem Jahr aufregende Neuheiten und interessante Veränderungen. Traditionell werden einige Plätze für neue Fahrgeschäfte und Attraktionen reserviert, um den Besucherinnen und Besuchern eine abwechslungsreiche Adrenalinerfahrung zu bieten. Eine dieser Neuheiten ist “Mr. Gravity”, das erstmals auf dem Fest vertreten sein wird. Hier drehen sich zehn Gondeln mit jeweils zwei Personen auf einer Scheibe und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. Um die Fahrt noch spannender zu gestalten, kann ein sich drehender Arm die Scheibe auf eine Höhe von 20 Metern anheben.

Ein weiteres Highlight ist das brandneue “Crazy Outback”, das die Besucher in die faszinierende Wildnis Australiens entführt. Laut der offiziellen Ankündigung können die Gäste je nach Laune entweder Koalas waschen oder eine Känguruh-Boxschule besuchen. Ebenfalls beeindruckend ist “Crazy Island”, das auf mehreren Etagen mit karibischem Flair und einem aufregenden Abenteuer-Parcours für Familien lockt.

Neben den neuen Fahrgeschäften gibt es auch Veränderungen bei einem alten. Die traditionsreiche “Zugspitzbahn” von Michael Menzel wird bedauerlicherweise nicht zugelassen. Das im Jahr 1936 erbaute Fahrgeschäft erfordert regelmäßig neue Ersatzteile, die oft schwer zu beschaffen sind. Im vergangenen Jahr konnte die Zugspitzbahn zwar auf dem Festplatz stehen, aber aufgrund eines fehlenden Teils einige Tage nicht fahren.

Um den aktuellen deutschen Anforderungen zu entsprechen, müsste Menzel “mehrere Hunderttausend Euro” investieren. Er überlegt derzeit, ob sich diese Investition überhaupt noch lohnt. Seine diesjährige Bewerbung dient vor allem dazu, in der Bewertung für das Oktoberfest nicht abzusteigen, da dabei auch die Anzahl der Bewerbungen berücksichtigt wird.

Eine weitere Veränderung betrifft den Stehausschank. Peter Aschenbrenner mit seinem Sektstand Nymphenburg wurde von der Münchner Konkurrentin Miriam Blume und ihrer Münchner Wein Stub’n verdrängt. In einer gemütlichen Almhütte werden dort preisgekrönte Bioweine angeboten. Die liebevoll gestaltete Einrichtung mit viel Holz und dekorativen Elementen schafft eine besonders einladende Wohlfühlatmosphäre, wie es in der Stadtratsvorlage heißt.

Neben den aufregenden Neuheiten und Veränderungen hat sich ein pilot-Projekt auf dem Oktoberfest bewährt und wird beibehalten: der mobile Computertomograph (CT). Dieser ermöglicht dem qualifiziertem Fachpersonal eine sofortige Untersuchung von verletzten Gästen, um zu entscheiden, ob ein Transport per Rettungswagen in die Notaufnahme erforderlich ist. Im Jahr 2022 entlastete diese Maßnahme die bereits stark beanspruchten Krankenhäuser spürbar. Von den insgesamt 205 untersuchten Patienten konnten 180 nach Hause geschickt werden.

Obwohl das CT von allen Beteiligten auf dem Oktoberfest sehr positiv bewertet wurde, war eine erneute Aufstellung aufgrund der Kosten lange Zeit unsicher. In letzter Minute hat der Stadtrat jedoch einen Antrag der Koalition aus SPD, Grünen sowie der Fraktion Linke/die Partei genehmigt, um eine langfristige Finanzierung sicherzustellen. In diesem Jahr übernimmt die Stadt die Kosten, und ab 2024 sollen auch die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB), Krankenkassen und andere Gesundheitskostenträger an der Finanzierung beteiligt werden.

Das Oktoberfest 2023 verspricht somit nicht nur aufregende Fahrgeschäfte und neue Attraktionen, sondern auch eine verbesserte medizinische Versorgung für die Besucher. Mit den vielfältigen Veränderungen setzt das größte Volksfest der Welt erneut Maßstäbe und bietet ein unvergessliches Erlebnis für Gäste aus aller Welt.